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Schallplatten, Autos, Briefmarken oder Schuhe - es gibt nichts, was nicht gesammelt werden kann. Wer es nicht aus Sammelleidenschaft tut, macht es aus Lust und Laune am Shoppen. Diese eigentlich harmlose Leidenschaft kann sich dann und wann auch zu Manie entwickeln. Wer kennt nicht die Fußballfanatiker, die ihre gesamt Wohnung mit einem Sammelsurium von Andenken, Autogrammen, Trikots, Bilder, Schals, ganz im Zeichen den Lieblingsvereins. Oder aber die Fans von Boygroups, die kein anderes Interesse mehr haben, als Jugendzeitschriften nach Bildern ihrer Lieblingsstars zu durchforsten. Von Postern, Zeitungsausschnitten über Bettwäsche bis hin zur Nachahmung des trendigen Outfits des Idols wird alles gesammelt und säuberlich archiviert.

Sammler von Kunstobjekten oder antiken Gegenständen werden meist auf Floh- bzw. Trödelmärkten oder Auktionen fündig. Liebhaber und Sammler von wertvollen antiken Gegenständen sollten deren sorgfältige Aufbewahrung nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn schlechte Aufbewahrungsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Folgen lassen Sammlerstücke schnell im Wert sinken oder sogar wertlos werden. Briefmarken beispielsweise, sollten Sie keinesfalls mit Klebefalzen ins Albumkleben, da postfrische Marken dadurch wertlos werden. Münzen darf man auf den polierten Flächen keinesfalls berühren, da das Körperfett ätzend wirkt und zu Schäden führt.

Das Sammeln von Modellautos ist bei vielen Menschen ein beliebtes Hobby. Es ist dabei sinnvoll, sich bereits frühzeitig für eine bestimmte Richtung zu entscheiden, wie beispielsweise "historische Feuerwehren", "Formel-Fahrzeuge", Straßenbahnen oder Möbelwagen. Der Vorteil dabei ist, dass man sich nicht verzettelt und über die Zeit auch für seine Spezialität eine hohe Kompetenz entwickelt. Die Empfehlung für eine Spezialisierung gilt eigentlich für alle Sammler und Sammelobjekte. Als beliebtes Hobby gilt auch das Sammeln von historischen Post- und Ansichtskarten. Sie sind ein Spiegelbild der Gesellschaft und auf Flohmärkten für wenig Geld zu ergattern. In den fünfziger und sechziger Jahren war das Bierdeckelsammeln ebenso beliebt wie das Sammeln von Zigarrenbauchbinden. Es gibt sogar Zeitgenossen, die die Asche und die Zigarettenstummel eines gesamten Raucherlebens gesammelt haben, d.h. hunderte und aber hunderte von aschegefüllten Einmachgläsern - für die Nachwelt konserviert.
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 Wissenswertes
Die Geschichte der Postkarte

1400: Andachtsbilder, Spielkarten und Glückwunschkarten zum Neujahr sind die ersten Druckerzeugnisse

1800: Glückwunschkarten werden durch Materialeffekte, Prägungsdruck, Glimmer, Goldpapierapplikationen und Bewegungsmechanismen aufwändiger gestaltet; der aufkommende Tourismus führt zu ersten Souvenirblättern; Briefbögen und Rechnungsformulare werden mit Orts - und Fabrikansicht ausgestattet

1865: Vorschlag zur Einführung der Postkarte durch Geheimen Postrat wird abgelehnt

1869: Anregung zur Einführung der Postkarte aus volkswirtschaftlichen Gründen; Einführung der "Correspondenz-Karte" (85x122 mm), ca. drei Millionen werden verkauft

1870: Einführung der Correspondenz-Karte ohne eingedrucktes Wertzeichen im Format 108x163 mm

1871: Einführung von Postkarten in Großbritannien, Luxemburg, Schweiz, Belgien, Dänemark und Niederlande, 1974 folgen Frankreich, Rumänien, Japan, Russland, Chile, Spanien und USA

1872: Verkleinerung des Kartenformates auf 88x144 mm, Correspondenz-Karte wird in Postkarte umbenannt, die Nutzung von privat hergestellten Karten wird erlaubt

1874: Weltpostverein wird gegründet

1875: 22 Mitgliedsländer treten der Internationalen Posteinigung bei

1885: Offizielle Zulassung von Bildpostkarten

1896: Ansichtskarten sind auch in Automaten erhältlich

1900: Glimmer und Glasperlen auf Postkarten werden aus gesundheitlichen Gründen verboten

1905: Teilung der Anschriftseite zur Nutzung von Mitteilungen, der klassische Postkarten-Typ hat sich bis heute durchgesetzt; Ende der dreißiger Jahre setzt sich das DIN A 6-Format weltweit durch